Stoffwechsel im Herbst: Was sich wirklich verändert und was nicht

Stoffwechsel im Herbst: Was sich wirklich verändert und was nicht

DER HERBST IST KEIN SCHALTER 

Der Herbst legt keinen Schalter in deinem Körper um. Aber er verschiebt Licht, Bewegung, Wärmebedarf und Essgewohnheiten.
Jeden Oktober heißt es, der Stoffwechsel stelle sich um. Die Forschung zeichnet ein realistischeres Bild. Der Grundumsatz verändert sich je nach Studie kaum oder nur leicht, und die großen Unterschiede entstehen nur dort, wo wir uns anders verhalten. Beispielsweise sind wir seltener draußen, bewegen uns weniger und greifen eher zu Wärmendem.
Das ist eine gute Nachricht, denn Licht, Bewegung und Essen kannst du gestalten. Vier kleine Rituale reichen, um im Gleichgewicht zu bleiben, wenn die Tage kürzer werden.

1. Licht: Der Morgen entscheidet

Ab Oktober reduziert sich vor allem das Tageslicht.
In Deutschland kann die Haut zwischen März und Oktober Vitamin D bilden und legt damit Speicher für den Winter an. Von Oktober bis März reicht die Sonne laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nicht aus, um den Bedarf über die Haut zu decken. Bei den meisten Menschen überbrücken die Speicher diese Zeit. Ob das auch bei dir gilt, klärt ein Bluttest bei deiner Ärztin oder deinem Arzt. Überlass es nicht dem Bauchgefühl.
Außerdem gilt Tageslicht am Morgen als wichtigster Taktgeber der inneren Uhr. Genau deshalb lohnt sich ein fester Moment draußen.

Dein Ritual: Geh nach dem Aufstehen zehn Minuten vor die Tür oder vors offene Fenster bevor du aufs Handy schaust, und nimm deine Tasse mit. Mach Tageslicht und eine Tasse Kräutertee zu deinem Morgenritual.

2. Bewegung: Nicht der Körper schaltet herunter, sondern wir selbst.

Im Winter bewegen wir uns weniger, und das ist der am besten belegte Herbsteffekt.
In einer niederländischen Studie mit jungen Erwachsenen war das Aktivitätsniveau im Sommer höher als im Winter. Bei älteren Erwachsenen in Ankara war die Alltagsbewegung im Winter am niedrigsten, während der gesamte Energieverbrauch über alle Jahreszeiten konstant blieb. Der Körper dreht also nicht ab, sondern wir tun es. Die Gegenmaßnahme ist unspektakulär. Einfach Bewegung an feste Momente koppeln, anstatt auf Motivation zu warten.

Dein Ritual: Mach aus der Nachmittagstasse einen Anker. Erst trinken, dann zehn Minuten gehen, auch bei Regen.

3. Wärme: Große Lust auf Warmes, aber nicht unbedingt mehr Energiebedarf

Kälte kostet den Körper etwas mehr Energie, aber weniger, als der Mythos behauptet.
In einer Studie mit 45 gesunden Männern war die kälteinduzierte Wärmebildung im Winter höher als im Sommer, besonders bei Menschen mit aktivem braunem Fettgewebe. Gemessen wurde allerdings nach zwei Stunden bei 19 Grad, nicht in einer beheizten Wohnung. Eine weitere Studie fand nur einen schwachen Zusammenhang zwischen Außentemperatur und diesem Effekt. 
Verbreitet ist dagegen die Lust auf Warmes und Kohlenhydrate. Sie nimmt im Winter oft zu, besonders wenn die Stimmung mit den kurzen Tagen sinkt.
Eine heiße Tasse Tee ist kein Stoffwechsel-Hack. Sie ist ein verlässlicher Wärmemoment und verschafft dir eine bewusste Pause, bevor du zum nächsten Snack greifst.

Dein Ritual: Wenn draußen schon die Dunkelheit kommt, hilft dir eine würzig-warme Tasse Tee die Zeit bis zum Abendessen zu überbrücken.

Dein Tag mit noosha

Acht Tees für acht Momente. Die Uhrzeit im Namen ist dein Anker, nicht eine Vorschrift. Such dir den Moment aus, der für dich am täglich besten passt. Oder probiere mit unserer TEE KOLLEKTION erstmal jeden Tag einen anderen Teemoment aus.

8:00 SHINE 8AM  
Ankommen, mit der ersten Tasse in Ruhe,  der Check der Mails und Nachrichten muss warten  

9:00 SMILE 9AM
Mit Tageslicht und einer Tasse dein Morgenritual auf dem Balkon oder auf dem Weg zur Arbeit starten
   
10.00 FOCUS 10AM
Der Start in deinen wichtigsten Arbeitsblock beginnt mit Handy außer Sichtweite und Tasse neben der Tastatur

14:00 SWING 2PM
Fruchtig-weich als Pause, wenn der Nachmittag nach dem Mittagessen zäh wird

15:00 MOVE 3PM
Danach raus an die frische Luft, zum Briefkasten oder einfach 10 Minuten um den Block

16:00 RELAX 4PM
Das Tempo darf nachlassen, tief durchatmen und den Tag leiser werden lassen

17:00 PUSH 5PM
Würzig und warm, wenn es draußen dunkel wird

23:00 DREAM 11PM
Mit gedämmten Licht die letzte Tasse des Tages 

Häufige Fragen

Stellt sich mein Stoffwechsel im Herbst um?
Die Studienlage ist uneinheitlich. Einzelne Untersuchungen sehen im Winter einen leicht höheren Ruheumsatz, andere finden keinen saisonalen Unterschied. Eindeutiger ist, dass wir uns im Winter weniger bewegen. Auch einige Blutwerte wie Cholesterin und Nüchternglukose liegen laut einer Metaanalyse im Winter im Schnitt etwas höher, abhängig vom Klima.

Brauche ich im Herbst Vitamin D?
Nicht pauschal. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, den Status nur bei Risikogruppen oder begründetem Verdacht zu bestimmen. Sprich bei Unsicherheit mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Muss ich den Tee genau zur Uhrzeit im Namen trinken?
Nein. Die Uhrzeit ist eine Orientierung für dein Ritual, keine Regel.

 

Quellen
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9838575/

https://cris.maastrichtuniversity.nl/en/publications/seasonal-variation-in-total-energy-expenditure-and-physical-activ/

https://acikerisim.baskent.edu.tr/items/7a716de6-3ea0-4302-8955-c6bff02f7022

https://www.epistemonikos.org/en/documents/c67d50318a2e6afc6933cc9dd64dbb37689569ed

https://www.frontiersin.org/journals/physiology/articles/10.3389/fphys.2018.01184/full

https://www.frontiersin.org/journals/physiology/articles/10.3389/fphys.2018.01184/full

https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0042-107793

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9573834/

 

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